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So, 21.03.2010

50 starke Ziele der Grünen für Villach

 

                                  Umwelt

 

1) Mehr Bio-Essen für Villach

Schrittweise Ausweitung der Bio-Essen-Aktion von Villachs Kindergärten auf Altersheime, Landeskrankenhaus, Kantinen etc. Denn biologische Lebensmittel werden umweltschonend erzeugt und sind gesünder.

Die Kooperation mit den Bio-Markt-Lieferanten muss ausgebaut werden. Verbesserte  Absatzmärkte sollen eine Ausweitung der biologischen Landwirtschaft ermöglichen.

Bewusstes Konsumverhalten fördert auch den Tierschutz und die artgerechte Tierhaltung.

 

2) Verstärktes Wirtschaften aus der Region

Der verstärkte Konsum von regional hergestellten Lebensmitteln und die Bereitstellung von Energie aus der Region fördert die lokale Wirtschaft, ist die beste Antwort auf die Krise. Der massenhafte Transport von Gütern des täglichen Bedarfs über weite Strecken ist auch umweltfeindlich.

 

3) Baumschutz

Dem Schutz des Baumbestandes in der Stadt ist mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die  Kärntner Grünen verlangen den Beschluss eines Landesgesetzes, welches eine Ermächtigung für die Städte erhält, Baumschutzverordnungen zu erlassen.

 

4) Handymasten

Wir verlangen größere Abstände für die Handymasten von den Wohnungen. Eine Versorgung kann auch bei solchen weiteren Entfernungen sichergestellt werden.

Die Stadt soll außerdem ein Strahlungsmessgerät ankaufen und den diesbezüglichen Schutz der Bürgerinnen und Bürger ernster nehmen.

 

                                  Verkehr

 

5) Stadtbus Villach

Taktverkehr in 30-Minuten-Intervallen

Durchmesserlinien von Stadtrand zu Stadtrand

Umsteigemöglichkeit im Zentrum ohne größere Wartezeiten

 

6) Tirolerbrücke

Bessere Lösung für Radfahrer/innen; die derzeitige Situation ist untragbar

Durchführung eines Wettbewerbs bzgl. Neugestaltung

 

7) Fußgängerbrücke

über die Drau beim Gasthof Putik

 

8) Warteraum für Bus-Benützer/innen

Bei der Neugestaltung des Busbahnhofes am Bahnhofsplatz ist ein Warteraum für Bus-Benützer/innen einzuplanen

 

9) Draubermen

Bessere Integration der Radwege auf den Draubermen in die Stadt (Bau zusätzlicher Rampen etc.)

 

         Raumplanung – Stadtentwicklung

 

10) Kinderspielplätze

Mehr qualitätsvolle Spielplätze in den einzelnen Stadtvierteln

Revitalisierung bestehender Spielplätze

 

11) Mehr Wohnraum im Stadtzentrum

Schaffung von mehr Wohnraum im Zentrum durch Dachgeschossausbau etc.

Geförderte Wohnungen im Zentrum

 

12) Erholungsraum Drau/Gail

Umsetzung eines Landschafts-Entwicklungskonzeptes entlang der Gail und der Drau von Warmbad bis zur Drauschleife

Renaturierung und Schaffung eines Biotop-Verbundes

 

13) Stadt am Fluss

Stärkere Integration des Drau-Flusses in die Stadt:

Drau-Restaurant im Bereich des Burgplatzes

gestaltete Draubühne

Konzepte für Drau-seitige Gebäudeansichten

 

14) Westbahnhof

Wiederbelebung des Westbahnhofes mit Gastronomie – Ausschreibung eines Ideen-Wettbewerbes zur Revitalisierung des Areals

 

                            Kultur – Bildung

 

15) Mittelbühne

Auch die Villacher Grünen unterstützen die Forderung nach der Schaffung eines größeren Theaterraumes für Villach. Sie hatten einen solchen als einzige Fraktion schon 1999 anlässlich der Renovierung des Kellertheaters gefordert.

 

16) Junge Künstler

Jungen Künstlern sind kostenlose Atelier-Räume und günstige Auftrittsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen

 

17) Stadtbibliothek

Attraktivere Öffnungszeiten für die vergrößerte Villacher Stadtbibliothek

 

18) Villacher Stadtschreiber

zur Förderung eines jungen Literaten

 

                                  Jugend

 

19) Wohnungen

Günstigere Startwohnungen für Jugendliche

Erschwinglicher Wohnraum für Schüler/innen und Studenten/innen

 

20) Probenräume

für jugendliche Bands, wo nicht Anrainer gestört werden.

Mehr Räume für konsumfreie Freizeitgestaltung von Jugendlichen in den einzelnen Stadtteilen

                                                                                               

 

21) Jugendarbeit

Förderung offener Jugendarbeit unter Beachtung des Prinzips der Selbstorganisation von Jugendlichen

 

22) Notschlafstelle

Wiedereinführung einer Notschlafstelle für Jugendliche in der Stadt Villach. 3 Jahre lang gab es in Villach eine Notschlafstelle – mit Namen „Schlupfloch“. Es wurde 2001 geschlossen.

 

23) Jugendcamps

Organisation von international besetzten Jugendcamps zu wechselnden Themenschwerpunkten

Verstärkung von Jugend-Austausch mit den Partner-Städten

 

24) Streetworker

Vier „streetworker” für Villach sind notwendig, um eine anständige Versorgung sicherzustellen

 

                                  Soziales

 

25) Kindergartenplätze

Mehr Plätze für ein- bis drei-jährige Kinder; Villach ist diesbezüglich unterversorgt

 

26) Sozialprojekte

Wir wollen mehr Sozialprojekte zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt ähnlich dem Beschäftigungsprojekt „Das Radl” – z.B.:

Reparatur-Werkstätte für Elektro-Geräte

Tischlerei zur Restaurierung gebrauchter Möbel inkl. angeschlossenem Verkaufsladen

Hof für Recycling von Rohstoffen

 

                                                                  Wirtschaft

 

27) Technologie-Park

Wir sind für einen weiteren Ausbau des Technologie-Parkes und weitere Betriebsansiedlungen; Schwerpunkte sollten gesetzt werden bezüglich nachhaltigem Wirtschaften und erneuerbarer Energie

 

28) Fachhochschulen

Das Angebot an Studienrichtungen der Fachhochschule sollte ausgebaut werden. Wir schlagen einen Zweig „Ökologischer Landbau” und eine „Fachhochschule für Design” vor. 

 

29) Altstadt-Belebung

Zwei zusätzliche Vorschläge zur Belebung der Altsstadt:

ein Bio-Laden, wo man täglich Produkte von Biobauern der Region kaufen kann

ein Delikatessen-Geschäft auf dem Hauptplatz

 

                                  Demokratie

 

30) Bürgermitbeteiligung

Wir wollen mehr Mitbeteiligung von Bürgern/Bürgerinnen bei allen städtischen Projekten, mehr Bürger-Befragungen, auch die Möglichkeit einer aktuellen Fragestunde für Bürger/innen im Gemeinderat

 

31) Koalitionsregierung

Derzeit gibt es vom Stadtstatut her eine Zwangsregierung: ÖVP, BZÖ und SPÖ sitzen in der Stadtregierung, obwohl sie nicht miteinander können. Die Grünen treten für die Bildung einer freien Koalition auf Stadtebene nach Ausarbeitung eines Regierungsprogramms ein – wie es auf Landes- und Bundesebene üblich ist.

 

32) Frauen in gehobenen Posten

Derzeit haben in den Chef-Etagen die Männer das Sagen – auch in den Abteilungen des Magistrats; das soll sich nach Meinung der Grünen schrittweise ändern

 

33) Mitteilungsblatt

Wir wollen ein Villacher Mitteilungsblatt, das kein „Manzenreiter-Jubelblatt” mehr ist, sondern stärker das bunte Spektrum der Meinungen, die Standpunkte der verschiedenen Parteien, Vereine, Initiativen widerspiegelt.

 

34) Integrationsstelle

Es sollte eine Anlaufstelle für Integrationsfragen geben: sowohl für Einheimische, die sich durch Migranten/innen beeinträchtigt fühlen, als auch für Menschen, die Hilfe bezüglich einer reibungsloseren Integration brauchen

 

                                  Energie

 

35) Villacher Energiebetriebe

Nach den Vorstellungen der Grünen sollen Villacher Energiebetriebe unter städtischer Beteiligung entstehen – auch in Kooperation mit Privatfirmen.  Durch einen Gründungsauftrag wird die Durchführung von Solarenergie-, Biomasse- und Biogas-Projekten zur Haupt-Aufgabe der Villacher Energiebetriebe gehören – neben der Finanzierung von Energiesparmaßnahmen über Contracting-Verträge

 

36) Strom-, Kohle-  Öl- und Heizungen umstellen

Es soll auch eine städtische Förderung für die Umstellung auf Pellets- oder Solarheizungen geben

 

37) Weiterer Ausbau der Fernwärme

Das Fernwärmenetz gehört massiv erweitert, ein großer Teil der Fernwärme wird jetzt bereits und in Zukunft noch stärker auf Basis erneuerbarer Energie durch das Biomasse-Kraftwerk auf der Fellach gedeckt

 

38) Transparenz bezüglich Fernwärme

Die Kelag-Tochter Wärmebetriebe GesmbH  hat eine Monopolstellung in der Stadt. Sie ist der einzige Fernwärme-Anbieter. Die Grünen verlangen die Offenlegungspflicht bezüglich der Preisgestaltung und der energiepolitischen Grundsätze sowie eine unabhängige Kontrollmöglichkeit, etwa über das Gemeinde-Kontrollamt

 

39) Förderung von Elektroautos

Mehr als ein Drittel der Treibhausgasemissionen Villachs stammen aus dem Sektor Verkehr. Villach sollte die Anschaffung von Elektroautos finanziell fördern – wie dies übrigens auch das Land Oberösterreich macht

 

40) Aufbau eines Solartankstellen-Netzes für Elektroautos

Die Stadt soll für die Errichtung von Solartankstellen in allen wichtigen Stadtteilen Villachs sorgen

 

41) Solarthermische Großanlagen

Errichtung solcher Anlagen auf mehrgeschossigen Wohnanlagen und auf städtischen Gebäuden, z.B. auf der Stadthalle - neu; die Einspeisung  der Überschuss-Energie in das Fernwärmenetz ist zu ermöglichen

 

42) Großanlagen zur solaren Stromerzeugung

Die Stadt soll einige Photovoltaik-Großanlagen als Vorzeigeprojekte auf städtischen Gebäuden finanzieren, auch um den Druck in Richtung bessere Einspeisebedingungen des solaren Stroms in das öffentliche Netz zu erhöhen.

 

43) Wärmedämmoffensive

zur Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden durch hochwertige thermische Sanierung zumindest auf dem Niedrighausstandard = maximal 70 Kilowattstunden Heizenergiebedarf pro m2 Raumfläche und Jahr

 

44) Passivhaus-Standard für Sanierung öffentlicher Gebäude

Bei der Errichtung und Sanierung öffentlicher Gebäude sollte der Passivhaus-Standard selbstverständlich werden = maximal 15 Kilowattstunden Heizenergiebedarf pro m2 Raumfläche und Jahr

 

45) Energie-Plus-Häuser

Einige Vorzeige-Projekte an Energie-Plus-Häusern sollen realisiert werden – z.B. im mehrgeschossigen Wohnbau. Energie-Plus-Häuser erzeugen mehr Energie als sie brauchen – im Wesentlichen mit Solaranlagen am Dach und Wärmepumpen im Keller

 

46) Biogasanlagen

            Errichtung von Biogasanlagen in Kooperation mit Landwirten

 

47) Treibstoffe aus Biomasse

Errichtung einer Anlage, mit der aus Holz synthetisches Erdgas hergestellt wird – als Treibstoff für Erdgas-Autos

 

48) Offensive solares Kühlen

Erzeugung von Kühlenergie, wie sie etwa in Großmärkten oder zur Raumklimatisierung gebraucht wird, mittels Kältemaschinen, die mit Solarkollektoren und mit Fernwärme betrieben werden

 

49) Städtische Energie- und CO2-Bilanz

Zumindest alle vier bis fünf Jahre soll eine eigene städtische Energie- und CO2-Bilanz erstellt werden, damit die Erfolge der städtischen Energiepolitik realistisch eingeschätzt werden können.

 

     Die Grünen – ein starkes Stück Villach



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